Gemeinfreiheit ermöglicht Zugang zu Werken von besonderer Bedeutung

Am 1. Januar, dem sogenannten „Public Domain Day“, gingen wieder zahlreiche Werke von Autoren in die Gemeinfreiheit über, da nach Ablauf der Regelschutzfrist – 70 Jahre nach Tod des Autors – deren urheberrechtlicher Schutz erloschen ist. In diesem Jahr zählten dazu u. A. die Werke von Heinrich Mann und George Orwell – letztere in ihrer englischsprachigen Originalfassung.

Die Piratenpartei entstand aus einer Bewegung heraus, die sich für einen freien Austausch von Kulturgütern und Informationen einsetzt. Daher wurde auch der Parteiname in Anlehnung an die medial häufig getätigte Gleichsetzung des Rechtes auf Privatkopie mit „Piraterie“ gewählt. Bis heute engagiert sich die Piratenpartei für eine Reform des Urheberrechts, insbesondere seine Anpassung an das digitale Zeitalter. Auf diese Weise wollen wir das Wissen und die Kultur der Menschheit zusammentragen, speichern und für die Zukunft verfügbar machen. Durch eine Verkürzung der Schutzfristen und die Rückführung von Werken in den öffentlichen Raum zum Zwecke der nichtkommerziellen Vervielfältigung und Nutzung wollen wir dem Verlust von Kulturgütern entgegenwirken, selbst wenn künftig der Zugang zu den heutigen Abspielgeräten nicht mehr möglich sein sollte.

Gleichzeitig erkennen wir die Persönlichkeitsrechte der Urheber an ihrem Werk in vollem Umfang an. Die heutige Regelung der Verwertungsrechte, die häufig eher im wirtschaftlichen Interesse der Verwertungsgesellschaften und weniger der Urheber sind, lehnen wir ab. Um einen fairen Austausch zwischen Produzenten und Konsumenten geistiger Werke zu ermöglichen, setzen wir uns beispielsweise für die Schaffung einer Kulturflatrate ein.

Der Übergang in die Gemeinfreiheit ermöglicht Zugang zu den Werken, die in unseren Augen von besonderer Wichtigkeit sind. Deshalb möchten wir an dieser Stelle zwei Werke von George Orwell als ungekürzte E-Book-Varianten zur Verfügung stellen, die zwar vor mehr als 70 Jahren veröffentlicht wurden, jedoch noch immer erschreckende Bezüge zur Gegenwart aufweisen.

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